Malerei

or langer, langer Zeit, als ich noch ein kleiner Junge war, da hatte ich einen großen  Wunsch: Ich wollte ein großer und berühmter Kunstmaler werden.

Nun, arg groß bin ich nicht geworden (nur 1,69 m) und berühmt bis jetzt auch noch nicht. Dafür war das Leben steht's spannend und voller Überraschungen.

Meine erste Schaffenszeit wurde zweifellos von meinem damaligen Freund und Mentor Ladislaus Weiss, dem großen Vertreter des „Visionären Realismus“ und seinen „Eschatologischen Landschaften" beeinflusst. Diese wiederum fand Ihren Ursprung in der „pittura metafisica“ von Giorgio de Chirico und andere surrealistischen Größen wie Oskar Schlemmer. 

Auf der Suche nach anderen Ausdrucksformen wurde meine Malerei radikal anders: Spontaner, aggressiver. Die Vision machte der Realität Platz. Der Mensch und dessen Würde wurde zum  Mittelpunkt dieser Schaffensperiode.

Der Grund für diesen Wandel war, dass ich irgendwo einen schönen Satz las: 
„Die Würde des Menschen ist unantastbar"!?
– Oh ja, unbedingt! Das gab mir viel zu denken!

In den 90er Jahren habe ich dann die Malerei vollkommen aufgegeben.